Die Chronik von Sitzendorf (und Umgebung), von 1370 bis 1899
Der alte, handgeschnitzte Wegweiser aus den 30er Jahren vor dem Gemeindeamt.
Werbung 1937 - auch heute noch aktuell

Die Namengebung des Ortes

1370 Syczedorff

1465 Sictzendorff

1740 Sizzendorf

1850 Sitzendorf

Unterer Ort         310 m ü. NN
Waldfrieden        335 m ü. NN
Bismarckturm    489  m ü. NN
Barigauer Berg   666 m ü. NN
Quittelsberg        709 m ü. NN

Die Lage des Ortes

50° 37’ 56.40" n.B.
11° 10’ 11.94" ö.L.

Ersterwähnung - “Syczedorff“ am 19. November. Die erste Besiedlung erfolgte wohl auf dem Schwemmkegel des Blambach. Wie mag es wohl damals ausgesehen haben?

1370

Erwähnung der Mankenbacher Getreidemühle, heute Forellenzucht Schwarzatal.

1370

Erwähnung einer Furt im Lichtebach - "ob dem were zcoepelsmytten, dy vor der
Queliezen lyt"

1370

Erste Erwähnung des Ortes Horba als “Horwe“

1371

Die Grafen von Schwarzburg schenken der Stadt Königsee ein Holtz, die Haide genannt. Am 31. Juli

1372

Graf Johann II. stiftet ein kleines Franziskanerkloster im Tal des Mellenbaches.

1383

Unterweißbach wird erstmals im Erbzinsregister erwähnt.

1394

Nach einer Rechnung über 1 Groschen für Bratwurstdärme zu Arnstadt, wird die Erfindung der Thüringer Rostbratwurst auf das Jahr 1404 datiert.)

1404

Auf einen sehr langen und harten Winter folgt große Not.

1406

Erwähnung ener “Smytte an der Swelicze“ (Quelitz) vor der “Lichta“ (Lichte).

1411

Das erste Watzdorfer Bier wird gebraut

1411

Erwähnung einer “isensmyte von blankenburg“ an der Schwarza.

1411

Erste Erwähnung des Ortes Oberschöbling als “Obirn Schobelig“

1416

Gründung des Schwarzburger Eisenhammer.

1421

Erwähnung einer Hammerschmiede in der “obern Lubisch“ (Leibis).

1440

Die erste Erwähnung des fürstlichen Wildgatters im Schwarzatal

1455

Die Hammerschmiede in Glasbach, “Smitte an der obern Swarcze beim Glasbach“.

1465

Erwähnung der “smitte an der nedirn Swartze“ (Obstfelderschmiede)

1465

Erwähnung einer Smettenstatt, Besitzer Hans Groß, “Großhans der hammersmed“ obire Smitte zcu Syzcedorff. (Blechhammer Mühle).

1465

Hammerwerk Claus Segemann. Reste davon waren am Bahnhof Sitzendorf zwischen Bahnsteig und Schwarza vorhanden.

1465

Erste urkundliche Erwähnung des Hammerwerkes Leibis, die Leibis- oder Stauchenschmiede. “smette vor der Lubis, Jacoff Hedwig.“

1465

Erwähnung einer “Schmiede an der Lichte“ (Quelitz) und “die vor der Teschitz“ - “smitte an der Sornewitz“ (Der Eisenhammer in Bockschmiede)

1465

Baubeginn des Hammerwerk zu Oberköditz.

1465

Ersterwähnung des herrschaftlichen Vorwerk Sonnewalde, (bei der Fasanerie). Wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Diente später als Wildfütterung.

1481

Die Hammerschmiede zu Blumenau (nauwe smitte, ist vor nicht gangkhafftig gewest) wird von Nigkel Junge betrieben.

1488

Die Grafen von Schwarzburg bestätigen der Stadt Königsee alle Privilegien und Freiheiten. Am Mittwoch, den 8. Juli, Sant Kilianstag.

1489

Kaiser Friedrich III. aus dem Hause Habsburg belehnt die Schwarzburger Grafen mit der Goldgewinnung im Schwaratal. Die Adligen betrauen auch die Sitzendorfer mit diesem Gewerbe.

1491

Wegen eines Bierstreites zerstören bewaffnete Königseer Bürger das Braugerät und die Fässer des Mellenbacher Franziskanerkloster.

1491

Erste Erwähnung der Zabechsheide (Schabsheide).

1492

Die Schnepfenmühle bei Leibis wird erbaut.

1500

Das Kloster bei Mellenbach wird auf Grund der “ruchlosen und unzüchtigen Lebensweise“ der letzten beiden Mönche aufgegeben.

1514

Beteiligung von Sitzendorfern am Bauernaufstand.

1525

Der “Schwarzburgische Waldhaufe“ stürmt das Kloster Paulinzella.

1525

Der “Schwarzburgische Waldhaufe“ sammelt sich in Stadtilm und marschiert nach Arnstadt. Hier präsentieren sie dem regierenden Grafen ihre Forderungen.

1525

Die Anführer des “Schwarzburgischen Waldhaufen“ werden hingerichtet.

1525

Verurteilung von 15 Sitzendorfern wegen Beteiligung am Bauernaufstand zu hohen Geldstrafen.

1526

20 Gewerkschaften waren mit Seifenwerken beliehen.

1530

Graf Günther der XXXII. führt in der Oberherrschaft Schwarzburg die Reformation ein.

1531

Heinrich XXXIV erlaubt den Einwohnern von Böhlen die Jagd auf Bären, Schweine und anderes schädliche Wildbret.

1533

Sitzendorf gehört zum Allendorfer Kirchspiel

1533

Das Kloster Paulinzella wird in Folge der Reformation aufgelöst.

1534

Die alte Schmiede des Hans Groß im Blechhammer wird in eine herrschaftliche Mahlmühle umgebaut.

1564

Das Glasbacher Hammerwerk Segemann wird zum Blechhammer umgebaut.

1565

Katzhütte wird zum erstenmal schriftlich erwähnt.

1565

Rudolstadt wird Residenzstadt, die Grafenfamilie zieht vom Schloss Schwarzburg auf Dauer auf die Heidecksburg.

1574

Das Hüttenwerk, nach welchem der Ort Katzhütte seinen Namen verdankt, ist verfallen.

1576

Aberermals fordert eine Pestepidemie viele Tote.

1579

In einem Jahr fallen 30 % der Königseer Bevölkerung der Pest zum Opfer. In der Stadt starben 1225 Menschen.

1582

In diesem Jahr wird der Julianische Kalender durch den Gregorianischen Kalender abgelöst.

1582

Graf Albrecht von Schwarzburg regelt die Braurechte der Dörfer im Amt Schwarzburg.

1586

Graf Albrecht von Schwarzburg gewährt der Stadt Königsee wöchentlich zweimal, nämlich am Mittwoch und Sonnabend, Wochenmarkt abzuhalten.

1587

Eine Pestepidemie fordert in ganz Thüringen viele Hundert Tote.

1588

Wegen Diebstahl wurde Hermann Bock aus Sitzendorf ergriffen und am 18. Juni in Untersteinbach hingerichtet.

1590

Pestepidemie “... erstlich zu Aschau angefangen und obwohl das dörfflein klein, seint doch etzliche und vierzigk personen darauß gestorben.“

1597

Ersterwähnung der Blankenburger Papierfabrik, gegenüber dem heutigen Chrysopras-Wehr.

1597

Ersterwähnung der Blankenburger Papierfabrik, gegenüber dem heutigen Chrysopras-Wehr.

1597

Der Ilmische Teilungsprozess regelt die Teilung der Grafschaften Sondershausen und Rudolstadt.

1599

Am Platz des alten Eisenhammers unterhalb von Sitzendorf wird ein Pochwerk erwähnt. Es wird schwarzer, minderwertiger Schiefer aus Döschnitz verarbeitet. Der Name “Pocherbrücke“ wurde von diesem Pochwerk abgeleitet.

1608

Verheerende Pestepidemie, Cordobang stirbt fast aus. 82 Einwohner fallen der Seuche zum Opfer. Es gab nur zwei Überlebende, einen Knecht und eine Magd.

1611

Die “Thüringer Sintflut“ verwüstet mit furchtbaren Gewittern weite Teile Thüringens. Geschehen am 29. Mai

1613

In einem Brief des Herzogs Johann Casimir zu Sachsen an den Grafen Karl Günther zu Schwarzburg heißt es, dass die Wölfe, besonders zwei, welche sich des öfteren zuz Cursdorf sehen liessen, grossen Schaden unter dem Wildbret verursachen.

1615

In Sitzendorf wird ein neues Pochwerk wird errichtet

1616

Bau einer neuen Kupferschmelzhütte “unterhalb von Sitzendorf“. Am Standort befand sich später die Bleiweißfabrik.

1618

Ernst und Ludwig von Gleichen werden mit einer Schmelzhütte “unten in Sitzendorf an der Schwarze“ belehnt.

1619

Im Blechhammer wurden in der “Friedeburg“ schwarzburg-rudolstädtische Münzen geprägt. (daher der Flurname “Münze“).

1621

Die Bürger von Schwarza müssen sich gegen schwedische Truppen verteidigen, welche mit Feuerbüchsen, Äxten und Lanzen angreifen.

1621

In Sitzendorf wird eine Kupferschmelzhütte errichtet, welche siberhaltige Kupfererze verarbeitete. (Standort) Es wurden Kupfer- und Eisenschlacken gefunden.

1622

Marodierende Soldaten des 30 jährigen Krieges ziehen bis Oberweißbach und Mellenbach.

1623

... regierte die Pestillenz in Stadtilm, Arnstadt u.a. ...

1625

Frosteinbruch im Mai, die Saat erfriert und die Ernte fällt aus. Die Hungerkatastrophe ist so groß, daß Getreide aus Böhmen herangeschafft wird.

1626

Erneute Pestepidemie. In Königsee werden innerhalb eines Jahres 707 Einwohner dahingerafft.

1626

In diesem Jahr sind in der Döschnitzer Pfarrey, wozu u.a. auch Meura gehört, 600 Menschen gestorben.

1626

75 Pesttote in Meuselbach

1626

Die Schmelzhütte derer “von Gleichen“ wurde stillgelegt und verfiel

1629

Wieder überzieht eine neue Pestepidemie das Land. In Meuselbach sterben 127 Menschen.

1635

Den 14. Mai sind den Meuerischen, Rohrbachern und Döschnitzern bei Marlishausen 26 Pferde genommen worden, der junge Klaus Böttger zu Rohrbach und Paul Volten aus Sitzendorf sind tot geblieben.

1639

Das Dorf Mellenbach wurde samt Kloster und Kirche bis auf drei Häuser von den Schweden niedergebrannt.

1640

Meuselbach und Cursdorf wird von den Schweden geplündert.

1640

Die Finkenmühle wird von den Schweden vollständig zerstört.

1640

Mellenbach wird von bayrischen Truppen geplündert.

1642

Wieder rafft die Pest Tausende Thüringer dahin.

1644

Der “Semmelpeter“ wird erbaut. Ein Wohnhaus mit Gaststätte Besitzer ist die Familie Zerrenner.

1646

Sitzendorf: Als Zinsen zu geben in Gulden, Groschen und Pfennigen, oder 4 Schock Eÿer, 2 Michelis Hünner von der Bornwiese in Sörbitz oder 6 Faßnachts Hünner und 1 Gans. Frohndienste mußten leisten : Vogler, Thanin, Mönners, Bergtmann.

1646

Sehr trockener und wasserarmer Juli, die Schwarza war fast ausgetrocknet.

1646

Der Dreißigjährige Krieg endete mit dem Westfälischen Frieden am 24. Oktober - Das Deutsche Reich braucht mehr als ein Jahrhundert, um sich von diesem Krieg zu erholen.

1648

Die Schmelzhütte in Obersitzendorf wird in der Schwarzburger Amtsrechnung als längst eingefallen bezeichnet.

1651

Die Gemeinden Sitzendorf und Schwarzburg haben Frohnschulden und müssen Frohndienste leisten. Mist verwerfen oder breiten, Heu und Grummet dürre machen und den Zaber rechen.

1651

Einigung zwischen Königsee und Meura über die Braurechte der Meuraer Bürger.

1656

Sitzendorf hat das Braurecht seit

1657

Verhandlungen zwischen dem Baron von Hertenberg und den Holländern N. Hooremann und Tobias Boas zu den Abrechnungen der in holländischen Sold stehenden schwarzburgischen Regimenter.

1660

Auf der Schwarza wird die Flößerei betrieben.

1661

Die Blechhammer Mühle wird an Stelle des ehemaligen Blechhammer errichtet

1664

Als Schutz gegen einem Einfall Türkischer Horden werden die beiden Bastionen an der nordwestlichen Mauer des Greifenstein errichtet.

1664

Die Papiermühle in Blankenburg erhält das Lumpensammel-Privileg für die Herstellung von Hadernpapier.

1665

Beschränkung des Privilegiums der Gemeinde Sitzendorf bezüglich des Backens, Schlachtens, Brauens und Mälzens in Sitzendorf.

1668

Die erste Erwähnung des fürstlichen Wildgatters bei Katzhütte

1675

J. G. Mylius aus Oberweißbach nannte seine Boten, die Öle, Fichten- und Schwefelbalsam vertrieben Balsamträger. Er starb

1680

Eine Feuersbrunst wütet am 15. Oktober in Königsee. Die brandgeschädigten Stadt erhält Unterstützung durch den Arnstädter Rat.

1681

Graf Albrecht Anton von Schwarzburg erteilt den Ratsmitgliedern von Königsee am 24. Oktober seine Erlaubnis, Unterstützung und Geld für die Geschädigten der Feuersbrunst im deutschen Reiche einzusammeln.

1681

Die Mankenbacher Getreidemühle wird aufgegeben und das Mahlgerät wurde in die Blechhammer Mühle verbracht.

1689

Der Besitzer der Blechhammer Mühle, Nicol Macheleidt aus Mankenbach, erbaut ein neues Wohnhaus.

1689

Am Platz der Mankenbacher Getreidemühle wird in einer Schmelzhütte das Kupfer- und Silbererz der Wildenspringer (später auch der Watzdorfer und Böhlscheibener) Gruben verhüttet.

1690

Riesige Schwärme von Heuschrecken vernichten um Meuselbach die gesamte Ernte. Alles Getreide und das Gras wird von den Insekten aufgefressen.

1690

Bau eines Hohen Ofens auf der “Scheube” ‹Scheibe› im Amt Königsee an der Schwarza.

1695

Untertanen des Fürsten von Schwarzburg leisten Frondienste im herrschaftlichen Vorwerk Sonnewalde.

1699

Betrieb einer Lohmühle unterhalb von Sitzendorf. Hier wurden Fichten- und Eichenrinde zermahlen und zu Gerbmitteln verarbeitet. (Standort der sp. Blaufarbenfabrik).

1700

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Hanß Caspar Enders. Er bleibt bis 1711 im Amt.

1703

Der Aschauer Gutsherr lässt auf dem Käsemarkt, an der alten Landstraße von Sitzendorf nach Königsee, die "Tanndorfer Schänke" errichten. Es gibt sogar eine Kegelbahn aus Döschnitzer Marmor.

1703

Unterhalb der Sitzendorfer Schmiede wird eine Holzbrücke über die Schwarza errichtet. Vorher gab es nur eine Furt, oberhalb des Forsthauses.

1704

In Sitzendorf existiert eine Pottaschenhütte.

1704

Herausgabe, Druck und Vertrieb schwarzburgischer Kalender in Rudolstadt

1710

Im Amt Schwarzburg-Königsee gibt es 25 Laboranten, die ihr Brot mit der Herstellung und dem Vertrieb von Olitäten verdienen.

1711

Konzessionserteilung an den Mahlmüller Johann Caspar Macheleidt zur Errichtung eines Graupengangs auf dem Blechhammer bei Sitzendorf.

1711

Die Pörzbrauerei in Rudolstadt braut ihr erstes Bier.

1711

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Günther Zerrenner. Er bleibt bis 1729 im Amt.

1712

Kaufverhandlungen über die Rittergüter Allendorf und Sitzendorf.

1712

Beabsichtigter Bau eines Fasanenhauses im Forstdistrikt Sonnewalde bei Schwarzburg.

1714

Der Quelitzer Hammer brennt nieder.

1714

Das Vorwerk Sonnewalde wird zur Fasanerie umgebaut. Es wird ein Fasanenhaus errichtet.

1716

Die Brücke über die Schwarza in Sitzendorf wird nach 13 Jahren instand gesetzt.

1717

Am 15. Juni wird bei dem großen Stadtbrand fast ganz Königsee vernichtet

1717

Der “Büttnersche Brauhof“ braut das erste “Döschnitzer Bier“.

1716

Bau des Kaisersaal am Schloss zu Schwarzburg

1719

Nicol Jahn verkauft das Hammerwerk in Schwarzburg.

1719

Instandsetzung des “Schwarzburger Wehrs” an der Sitzendorfer Schneidemühle.

1720

Verkauf der Schneidemühle an der Sorbitz in Sitzendorf

1720

Die Gemeinde Sitzendorf streitet mit den Besitzern der Schneidemühle in Sitzendorf über aufgetretene Wasserschäden auf den anliegenden Wiesengrundstücke.

1721

Errichtung einer Schützenkompagnie bzw. Schützengesellschaft und Veranstaltung von Vogel- und Scheibenschießen in Rudolstadt.

1721

Frohnverweigerung der Anspänner in Kleinhettstedt beim Transport von Schindeln aus dem Sitzendorfer Forst in das Vorwerk Oesteröda im Ilmtal.

1723

Die FürstlicheSitzendorfer Forstei wird geweiht. Oberhalb der Schneidemühle - (Vormals die Kupferschmelzhütte 1622-1630).

1723

Georg Heinrich Macheleid, der Erfinder des Sitzendorfer Porzellans wird in Cursdorf geboren.

1723

Der Förster Johann August Obstfelder erhält die Erlaubnis zum Bau der Mankenbacher Schneidemühle am Blechhammer im Sitzendorfer Forst.

1723

Die Gemeinden Oberhain, Egelsdorf, Dröbischau, Böhlen und Meuselbach haben gegenüber dem Vorwerk Sonnewalde und der Schäferei Dissau Frohndienste zu leisten.

1724

In den Jahren 1725 - 1727 wurden “wegen einer unbekannten Seuche“ in den Forsten des oberen Waldes über 200 000 Klaftern (548000 Rm) geschlagen und auf der Schwarza und Saale verflößt. Im Oberlauf der Schwarza gab es 13 Floßteiche.

1725

Die Leitung und Begleitung der alljährlich stattfindenden Flößerei, die manchmal länger als eine Woche dauerte, hatte bis zur Obstfelderschmiede der Katzhütter Forstbeamte. Von da an bis zum Cordobanger Floßrechen unterhalb der Oppelei, war der Sitzendorfer Forstbeamte verantwortlich und weiter flußabwärts der Floßmeister von Schwarza.

1725

Eine starke Raupenplage wütet bis 1730 und vernichtet sämtliche Obstbäume in Thüringen.

1726

Konzessionserteilung für die Blaufarbenmühle der Gewerkschaft “Brä:utigamsglück“ in Sitzendorf.

1727

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Michael Biel. Er bleibt bis 1739 im Amt.

1730

An das Hammerwerk in Quelitz wird ein neues Kohlenhaus angebaut.

1731

Die Kirche in Allendorf wird instand gesetzt.

1734

Vermessung der Waldforste in der Oberherrschaft, auch im Sitzendorfer Forst.

1735

Im Nord- und Westflügel der Heidecksburg brach durch experimentieren mit Feuerwerkskörpern ein Brand aus. Dies geschah am 26. Juli

1735

Die Forsteien Sitzendorf und Quelitz werden eingerichtet.

1736

Conrad Zerrenner ersucht um Konzessionserteilung zum Bau einer Mahl-, Öl- und Graupenmühle in Döschnitz.

1736

In Meura brennen 7 Häuser und 7 Scheunen nieder, nachdem in Görge Ullrichens Malzdarre ein Feuer ausbrach.

1736

Nach dem Brand von 1735 ließ ließ der regierende Fürst Friedrich Anton den Westflügel des Schlosses nach Entwürfen des sächsische Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel neu errichten.

1737

Graf Philipp von Arco aus Breslau ersucht die Fasanerie um Übersendung von Fasanen.

1739

Zinserhebung für das Gastgewerbe in den Gemeinden Schwarzburg, Sitzendorf und Blechhammer.

1739

Umbau des Eisenhammerwerks in Leibis in ein Stahlhammerwerk.

1739

Die Blankenburger Pulvermühle wird erbaut

1739

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Hanß Johann Zerrenner. Er bleibt bis 1745 im Amt.

1740

Instandsetzung der beiden Schneidemühlen in Sitzendorf.

1740

Einführung der ersten Kartoffeln.

1740

Bei einem außergewöhnlich kalten Winter erfrieren viele Menschen und ihr Vieh

1740

Instandsetzung des Wegs an der Schwarza zwischen Blankenburg und Schwarzburg.

1741

Bei einem Großbrand in Königsee brennen 114 Häuser ab.

1741

Instandsetzung der Brücken in Sitzendorf und Schwarzburg.

1741

Auch die Wilschweine verschwinden gänzlich aus unseren Wäldern. Auf einer Jagd in Meura wurden die letzten 18 Stück erlegt

1742

Der letzte Luchs wird bei Neuhaus erlegt

1743

Der Försters Rühm aus Sitzendorf verhandelt ü,ber einen Pachtvertrag für das Hammerwerk in Bockschmiede.

1743

Die Gemeinden Sitzendorf und Schwarzburg ersuchen um Erlassung der Frohndieste.

1743

Verkauf des Tanndorfer Gemeindebergs an die Gemeinde Aschau.

1744

Instandsetzung des Stegs über die Sorbitz bei Sitzendorf.

1745

Beschwerde der Gemeinde Mankenbach gegen den Müller der Blechhammermühle, Georg Bergmann, über die Größe seiner Metzen.

1745

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Michael Zerrenner. Er bleibt bis 1756 im Amt.

1746

Rückmarsch eines in holländischen Sold stehenden schwarzburgischen Infanterieregiments aus Den Haag.

1749

In Paulinzella beginnt der Bau des Jagdzeughauses.

1749

Erwähnung einer Kupferschmelzhütte an der Mündung des Mankenbachs. Später eine Pappmühle, welche den Rohstoff zur Papierherstellung produzierte.

1750

Verkauf der zum Rittergut Aschau gehörenden Käsemarktschenke an Johann Nicol Rosenbusch.

1750

Kobaltverarbeitung in der Sitzendorfer Blaufarbenfabrik (bis 1758).

1753

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Hanß Michael Zerrenner.

1756

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Johann Nicolaus Bergmann. Er bleibt bis 1767 im Amt.

1757

Einstellung der Arbeit in der Mankenbacher Schmelzhütte.

1758

Der Quelitzer Hammer brannte samt der ganzen Ortschaft nieder. In einem Bittschreiben ersuchen die Einwohner um Hilfe.

1759

Die Gemeinde-Schneidemühle in Meura ist bis auf den Grund weggebrannt.

1760

Georg Heinrich Macheleid unternimmmt in der alten Mankenbacher Schmelzhütte seine Versuche zur Porzellanherstellung.

1760

Georg Heinrich Macheleid erhält am 4. Oktober vom Fürsten Johann Friedrich von Schwarzburg-Rudolstadt das Privileg zur Gründung einer Porzellanmanufaktur in Sitzendorf.

1760

Verlegung der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur nach Volkstedt im Oktober.

1762

Der an das Gemeindehaus angebaute Schulsaal darf nun auch zum Gottesdienst genutzt werden.

1763

Maßnahmen gegen Getreideschädlinge, namentlich gegen das Mutterkorn.

1764

Der Mühlenbesitzer Johann Heinrich Macheleidt aus Blechhammer und Johann Jacob Müller aus Sitzendorf streiten sich über den Mahlzwang.

1764

Die letzten Bären bei Cursdorf wurden auf der Hettstedt erschossen.

1765

Der Müllers Nicolaus Gottfried Thieme ersucht um die Konzession zum Bau einer Schneidemühle in Sitzendorf.

1765

Letzte öffentlicher Hinrichtung in Rudolstadt. Am 17. Mai wird der Zimmergeselle Ziermann wegen Mordes an der Witwe Böttner und ihrer Enkelin auf's Rad geflochten.

1767

Der letze Wolf im Schwarzburgischen wurde auf der Sautenburg im Cursdorfer Forste erschossen.

1767

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Johann Michael Bergmann. Er bleibt bis 1773 im Amt.

1768

Sitzendorf erhält eine eigene Schule und einen Schullehrer. Vorher schulte Sitzendorf nach Schwarzburg. Hauptfach war Religion, dann erst kam Lesen, Schreiben, Rechnen. Die Schulzeit betug 8 Jahre.

1768

Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 300 Personen. Es gab 51 Häuser. Dabei ein Forsthaus, die Schule und das Hirtenhaus.

1768

Verarbeitung silberner Essbestecke vom Schwarzburg-Rudolstädtischen Hof zu Silbermünzen.

1768

Genehmigung eines Bierpfennigs für die Gemeinde Unterweißbach beim Neubau einer Pfarrwohnung.

1768

Die erste Auflage des Rudolstaedtischen Wochenblatts erscheint.

1769

Die letzten Bären im Schwarzatal werden erlegt

1769

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 234 Personen

1769

Der Quelitzer Hammer ist nach dem großen Brand wieder aufgebaut. Er gilt jetzt als der größte im Lande.

1770

Aufbau einer Marmelmühle bei Scheibe

1771

Mißernten durch schwere Unwetter und Regen in Schwarzburg - Rudolstadt

1771

Der Schmied von Sitzendorf ist Johann Nicol Lichtenheld

1773

Der neue Schultheiß von Sitzendorf heißt Glaßer. Er bleibt bis 1777 im Amt.

1774

Bei einem schweren Brandunglück am 24. April gingen in Dittrichshütte 21 Wohn- häuser und zahlreiche Scheunen und Ställe verloren.

1774

Grundstücksverkauf an der Sorbitz an den Schmied Johann Nicol Lichtenheld aus Sitzendorf.

1774

Der Sorbitzmüller Johann Georg Michael Bergmann erhält eine Konzession zum Bau einer Öl- und Graupenmühle bei Döschnitz.

1775

Die Ruhr und die Blattern grassieren und fordern bis 1778 viele Tote.

1776

Ein langer und harter Winter bringt große Not über das Land. Stellenweise Frost bis 35°C

1776

In Unterweißbach wird die erste Destillation Thüringens durch Friedrich Wilhelm Ulrich gegründet.

1777

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Johann Conrath Zerrenner. Er bleibt bis 1793 im Amt.

1778

Instandsetzung der Straße an der Schwarza von Blankenburg nach Schwarzburg.

1778

Instandsetzung der Straße an der Schwarza von Blankenburg nach Schwarzburg.

1778

Der Sitzendorfer Müller klagt gegen die Konzessionserteilung an Johann Simon Bernhardt und Barbara Regina Georg aus Schwarzburg für den Bau einer Schneidemühle an ihre Mahlmühle.

1779

Hans Georg Zerrenner aus Sitzendorf kauft eine Wiese bei Schwarzburg.

1780

Die Gemeinde Meura verkauft eine Wiese an der Schwarza bei Sitzendorf an Hans Georg Zerrenner.

1781

Der letzte Bär bei Katzhütte wird erschossen.

1781

Johann Michael Zerrenner aus Sitzendorf ersucht um Hegung eines Wiesenflecks am Quittelsberg zur Grummetnutzung.

1782

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Johann Michael Mäder. Er bleibt bis 1793 im Amt.

1783

Ein langer und scheereicher Winter. Die anschließende Schneeschmelze sorgt für ein großes Hochwasser. Der Warmlufteinbruch wurde von einem Hoch über Osteuropa ausgelöst, das eine südliche Luftströmung über Mitteleuropa zur Folge hatte.

1783

Privilegserteilung für das Blaufarbenwerk in Sitzendorf an den Kammerrat Johann Carl Heinold aus Saalfeld.

1784

Am 20. August stürzt der von “Schatzsuchern“ unterwühlte Bergfried des Geifenstein teilweise ein.

1785

Im Königreich Sachsen wird der Medicin-Handel für die Thüringer Balsamträger verboten.

1785

Oberstleutnant Heubel und Georg Heinrich Macheleidt aus Schwarzburg pachten Fischwasser in der Schwarza an der Blechhammerhütte..

1785

Der Müller Nicolaus Gottfried Thieme aus Blechhammer verkauft das Grundstück und die Fischerswohnung.

1786

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 219 Personen

1787

Die Pfarr- und Schulwohnung in Unterweißbach wird instand gesetzt.

1787

Abgabe von Stöcken an den Förster in Sitzendorf.

1789

Baubeginn der Poststraße Rudolstadt - Unterweißbach - Neuhaus.

1789

Errichtung eines Theaters am Schießhaus auf dem Anger in Rudolstadt. Im Saal über der Schießhalle wird ein Billiardtisch aufgestellt.

1789

Vermessung des Ellmichberges im Sitzendorfer Forst.

1791

Schulmeister und Schuldiener aus Döschnitz bitten um Abgabe von Brennholz.

1792

Die Blechhammer Mühle schließt eine Brandversicherung ab.

1792

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Johann Georg Zerrenner. Er bleibt ein Jahr im Amt.

1794

Verlegung der Schneidemühle Leibis in das Gebäude der ehemaligen Zwirnfabrik Quelitz.

1794

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Hanß Georg Zerrenner. Er bleibt bis 1800 im Amt.

1795

Der des Förster Johann Philipp Macheleidt verkauft seine Grundstücke am Quittelsberg an die Förster Morgenroth aus Sitzendorf und Johann Nicol Worm aus Cursdorf.

1795

Die erste befestigte Strasse (Kunststrasse) im Schwarzburg-Rudolstädtischen wurde von 1796 - 1804 von Rudolstadt nach Schwarzburg auf Staatskosten erbaut.

1796

Der letzte Bär wird bei Quelitz erlegt.

1797

Grundstücksverkauf der Kammer im Sitzendorfer Forst an Wilhelm Bock aus Sitzendorf .

1797

Die Holzraupe und der Fichtenwickler in den Waldortschaften, die großen Schaden anrichteten werden bekämpft.

1797

Die alte Blechhammermühle brennt ab. Sie wird an Johann Gottlieb Rudert aus Oberrottenbach verkauft.

1798

Sitzendorf zählte 51 Häuser und 154 Einwohner.

1798

Nahe des Forsthauses gab es eine große Schneidemühle.

1798

Mit dem Ausbau der Schwarzatalstraße zu einer Poststrasse wird begonnen.

1798

Der Winter von 1798/99 war ebenso außergewöhlich und erwähnenswert, wie der Winter von 1776.

1799

Benutzung und Vermarkung von Holzgrundstücken im Sitzendorfer Forst durch die Bechstedter Freigutsbesitzer.

1799

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Hanß Georg Zerrenner. Er bleibt zwei Jahre im Amt.

1800

Bau des Wehres an der Pocherbrücke. Gegenüber am Dissauer Bach liegt der Galgenberg. Zur Abschreckung von Raub- und Diebsgesindel bleiben die Gehenkten wochenlang hängen.

1800

Größtes Nugget (3 Dukaten) an der Pocherbrücke beim Bau des Wehres gefunden (05. August).

1800

Der Turm der Burg Greifenstein stürzt bei einem Sturm am 9. November entgültig zusammen.

1800

Das Kapellengebäudes an der Kirchenruine Paulinzella wird abgerissen

1800

Die Brüder Zerrenner und Johann Michael Häußer aus Sitzendorf führen Beschwerde über die Nichtrückgabe ihrer Grundstücke am Quittelsberg.

1801

Georg Heinrich Macheleidt stirbt in Schwarzburg

1801

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Johann Georg Zerrenner. Er bleibt bis 1813 im Amt.

1802

Die Steinerne Brücke im Schwarzatal wird erbaut.

1802

Grundstücksvermessung auf dem Quittelsberg und dem Rosenberg bei Katzhütte.

1802

Schwarzatalstraße wird für Postkutschen befahrbar. Der Bau der Poststraße ist nach 6 Jahren beendet.

1804

Das Gefecht bei Wöhlsdorf. Bei diesem Gefecht am 10. Oktober fand der Kommandant der Vorhut, Prinz Louis Ferdinand von Preußen den Tod.

.

1806

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 214 Personen.

1806

Johann Georg Michael Bergmann bietet Grundstücke in Döschnitz und an der Sorbitzmühle zum Kauf an.

1806

Forstvermessungen im Sitzendorfer Forst und im Hain, im Rudolstädter Forst.

1806

Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt im Oktober 1806 wird auch Preußen vernichtend geschlagen und einem harten Friedensschluss, (Frieden von Tilsit), unterworfen.

1807

Am 4. Februar mutet Johann Heinrich Jacob Enders aus Sitzendorf neu erschürften Schiefer am ’Quittelsberg’. Er bekommt die Mutung unter dem Namen des Berges amtlich bestätigt.

1807

Der Sorbitzmüller Johann Georg Michael Bergmann erhält die Erlaubnis zum Bau einer Öl- und Graupenmühle bei Döschnitz .

1810

Die Familie Kiesewetter in Oberweißbach erhält die Konzession zur Betreibung einer Bäckerei.

1811

Bau einer Kegelbahn am herrschaftlichen Küchengarten in Schwarzburg durch den Gastwirt Ferdinand Hübner.

1811

Ein russischer Baschkir schoß einen Pfeil in die Turmkugel der Kirche in Schwarza.

1813

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Heinrich Christoph Zerrenner. Er bleibt bis 1816 im Amt.

1814

Der Schullehrling Johann Chrisoph Merkel aus Herschdorf ist am 27. August zu einem Praeceptor zu Sitzendorf bestellt worden.

1814

Am 27.September wird der Lehrer Lattermann zum Schullehrer zu Sitzendorf bestellt worden.

1814

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 237 Personen

1815

Es gab einen kalten, verregneten Sommer. Ernteausfälle, Hungersnöte und Wirtschaftskrisen folgten.

1815

Nach dem nassen und kalten Sommer folgte ein langer strenger Winter. Schneefälle bis in den Juni.

1816

Spendenaufruf “Bitte an Menschenfreunde“ aus Königsee, um die dort besonders von der Hungersnot betroffene Bevölkerung in den hiesigen Wäldern mit den nötigsten Nahrungsmitteln zu versorgen.

1816

Wieder Mißernten durch den Kälteeinbruch und schwere Unwetter, Regen und Hochwasser.

1816

In den Wintermonaten bis zum Frühjahr 1817 häufen sich Einbrüche und Diebstähle von Nahrungsmittel im Raum um Königsee.

1816

Am 16. Januar 1817 erfolgte ein Spendenaufruf aus Königsee, um die Bevölkerung auf dem Wald mit Nahrungsmitteln zu unterstützen. So hoffte man die größte Not zu lindern.

1817

Der neue Schultheiß von Sitzendorf heiß Enders. Er bleibt bis 1822 im Amt.

1817

Die Gemeinde Sitzendorf ersucht um Genehmigung zum Bau eines Bewässerungswehrs in der Schwarza.

1817

Die Explosion der Blankenburger Pulvermühle am 3. September.

1817

Johann Christoph Bergmann erhält die Konzession zum Anbau einer Schneidemühle an seine Mahlmühle im Blechhammer.

1818

Vergrößerung des Forstgebäudes in Sitzendorf zu einer Pechhütte und Bau einer Samendarre durch die Gemeinde Sitzendorf.

1820

Die Fasanenzucht auf der Fasanerie rendiert sich nicht mehr und wird eingestellt.

1820

Gesuch der Gemeinde Sitzendorf um Trift- und Frondienstbefreiung vom Kammergut Sonnewalde.

1820

Johann Georg Michael Bergmann übernimmt die Schneidemühle in Sitzendorf. Sie bleibt bis 1941 in Familienbesitz.

1820

Empfehlung Jugendliche außer Landes zu verdingen: Königsee - Oberweißbach.

1821

Durch den milden Winter und das warme Frühjahr kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung von Feldmäusen. Trotzdem, dass in einigen Bezirken binnen zwei Wochen mehr als 1,57 Millionen Mäuse vernichtet wurden, nimmt die Plage kein Ende. In den Zeitungen werden verschiedene Bekämpfungsmethoden beworben.

1822

Der Floßbote und Tiergärtner Gotthelf Oppel erhält die Erlaubnis zum Betrieb eines Gasthofs in Scheibe.

1822

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 251 Personen.

1822

Verpachtung des Vorwerks Sonnewalde an den Pächter des Kammerguts in Solsdorf Johann Ludwig Eberhardt.

1822

Einrichtung des Krankenhauses Rudolstadt für medizinische und chirurgische Behandlung armer Kranker auf dem Lande.

1822

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Johan Nicol Lämmerzahl. Er bleibt bis 1831 im Amt.

1823

Konzession für den Förster Johann August Obstfelder zum Betrieb eines Gasthofs in Sitzendorf.

1823

Die Gemeinde Sitzendorf streitet mit den Besitzern der Schneidemühle über die Wasserschäden an ihren Wiesen..

1823

Beschwerde der Gemeinde Oberweißbach gegen den Gastwirt Johann Gottlieb Koch wegen konzessionswidrigen Bratwurstbratens.

1823

Veranstaltung von Vogel- und Scheibenschießen in Rudolstadt.

1823

Ungewöhnliche Schneefälle im Juni. In Neuhaus konnte man Schlitten fahren.

1824

Konzessionserteilung an den Förster Johann August Obstfelder zum Bau der Mankenbacher Schneidemühle am Blechhammer im Sitzendorfer Forst.

1824

Der Lehrer Johann Samuel Liebmann aus Sitzendorf geht auf Befehl des Landesfürsten nach Ullersreuth und wird als fester Lehrer angestellt.

1825

Rechtssache des Schneidemüller Johann Heinrich Müller zu Sitzendorf entgegen Eliabethen Margarethen Märtin daselbst.

1825

Frondienstweigerung der Quartalfröner des Amts Schwarzburg bei Spann- und Handdiensten für die Gartenanlagen im Schloss Schwarzburg.

1825

Einrichtung einer Apotheke in Oberweißbach.

1825

13. Juni, schweres Unwetter, (10 Kinder ertranken in der Unterweißbacher Schule).

1826

Beginn der Bleiweißfabrikation in der ehemaligen Blaufarbenfabrik.

1826

Deputatholzabgabe aus dem Sitzendorfer Forst an das Zuchthaus in Schwarzburg.

1826

In Katzhütte ertranken 2 Mädchen, die beim Flößen zuschauten, in der Schwarza.

1827

Betrieb einer Schneidemühle sowie Lohmühle im Ölschröte-Tal durch Johann Christian Elias Thieme.

1827

Beschwerde der Einwohner aus Leibis gegen den Gastwirt Johann Michael Böttner aus Blechhammer über entzogene Wiesenbewässerung an seiner Schneidemühle.

1827

In Katzhütte soll ein Wolf gesehen worden sein.

1827

Bau eines Brunnens für das Kammergut Sonnewalde. Dabei wurden die alten hölzernen Leitungsrohre des Brunnens der Fasanerie durch neue eiserne Rohre ersetzt.

1827

Genehmigung von Wochen- und Jahrmärkten für die Gemeinde Oberweißbach.

1828

Der Kornwurm und die weißen Made richten im Getreide in Schwarzburg-Rudolstadt große Schäden an.

1828

Anlage und Betrieb der Mohrsche Schneidemühle am Junkersberg an der Schwarza beim Zirkel.

1828

Beschwerde der Gemeinde Oberweißbach wegen Feilhaltens von Getreide in Nachbarorten durch Meuselbacher Fuhrleute.

1828

Der Förster Johann August Obstfelder in Sitzendorf erhält die Konzession zum Ausschank fremden Bieres.

1829

Reichsgesetzliche Regelung zum Schutz der Singvögel "auf dem Walde".

1829

Ein sehr früher und außergewöhnlichkalter Winter, mit mehr als 30 Grad Kälte.

1829

Am 26. Februar geschah eine große Eisfahrt auf der Schwarza.Die hölzerne Dorfbrücke wird beschädigt

1830

Ein großes Hochwasser im Sommer

1830

Die Gemeinde Burkersdorf legt Beschwerde gegen die Vergrößerung des Tiergartens in Schwarzburg ein.

1830

Privileg zur Anlage einer chemischen Fabrik im früheren Blaufarbenwerk Sitzendorf.

1831

Verkauf eines Teils vom Bocksberg am Quittelsberg des Sitzendorfer Forstes durch Johanne Catharina Barbara Lämmerzahl aus Sitzendorf an Johann Michael Böttner aus Blechhammer.

1831

Erhöhung des Mühlenwehrs bei Sitzendorf.

1831

Der Forst Sitzendorf verkauft am am Roderberg zwei Grundstücke an Johann Christian Himmelreich und Johann Georg Lattermann aus Schwarzburg .

1831

Errichtung eines Extra-Post-Relais (Auswechslungsstelle für Pferde) auf dem Kammergut Sonnewalde.

1831

Zur Leitung des herrschaftlichen Eisenwerkes in Katzhütte wird die „Fürstliche Eisenhütteninspektion“ in Katzhütte eingerichtet.

1831

Erhöhung des Mühlenwehrs bei Sitzendorf.

1831

Gesuch des Fleischerhandwerks in Rudolstadt um Genehmigung des Bratwurstbratens bei Jahrmärkten.

1832

Grundstücksverkauf im Lohe am Burkersdorfer Weg im Sitzendorfer Forst an den Tischlermeister Heinrich Jacob Bock aus Schwarzburg.

1832

Anschaffung einer Feuerspritze für die Feuerwehr Gemeinde Dittersdorf.

1832

Der Schultheiß von Sitzendorf ist Johan Michael Rosenbusch. Er bleibt bis 1846 im Amt.

1833

Der Schankwirt Johann Nicol Böttner aus Blechhammer und der Müller Johann Georg Bergmann streiten über das Mahlen und Malzschroten.

1833

Kohlholzabgaben der Forste Sitzendorf und Dittersdorf an den Schwarzburger Hammer.

1833

Vermessung der Holzgelänge am Ellmicher Berg des Sitzendorfer Forstes durch Johann Heinrich Francke aus Oberhain.

1833

Der Pachtwirt Georg Michael Zerrenner erhält die Konzession für das Gastgewerbe in Sitzendorf.

1834

Beschwerden gegen den Blechhammer-Müller Bergmann wegen unbefugten Mehlhandels.

1834

Erteilung zur Gründung einer Innung für das Tischlerhandwerk in Sitzendorf.

1834

Auswanderungswelle nach Amerika, Brasilien und Australien. Sie hält bis 1865 an.

1834

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 342 Personen.

1834

Verweigerung der Schwarzburger Schloss- und Gartenfrone in den Gemeinden Burkersdorf, Sitzendorf und Schwarzburg.

1834

Privileg zur Errichtung einer Porzellanfabrik für Wilhelm Liebmann in Lichte bei Wallendorf. Liebmann kam 1850 nach Sitzendorf und errichtete hier eine Porzellanfabrik.

1834

Einschmelzen Fürstlich Schwarzburg-Rudolstädtischer Sechserstücke und Verwertung des daraus gewonnenen rauhen Silbers.

1834

Straße nach Oberweißbach wird gebaut.

1835

Im Sitzendorfer Forst wird ein Grenzberichtigung am Pocherrand, Kahleberg, Batzenberg und der Schabsheyde durchgeführt.

1835

Erweiterung der Graupenmühle des Christoph Rödiger in Königsee zu einer Mahl- und Mehlmühle.

1835

In Meuselbach wandern mehr als 250 menschen nach Amerika aus.

1836

Caroline Schiller, Tochter von Friedrich Schiller zog nach Katzhütte, wo sie 3 Jahre lebte.

1836

Der Schindanger befand sich gegenüber der heutigen Schule zwischen Schwarza und Strasse.

1836

Anzeige gegen den Mühlenbesitzer Johann Georg Bergmann aus Blechhammer wegen Zuschüttung von Wassergräben auf der Teichwiese des Kammerguts Sonnewalde.

1836

Verkauf der Forsthäuser in Sitzendorf und Quittelsdorf.

1836

Auf Grund gestiegener Gersten und Hopfenpreise fordert Stadtrat Blankenburg eine Erhöhung der Bierpreise.

1836

Der Gastwirt Hübner in Schwarzburg stellt bis 1856 mehrere Anträge zur Veranstaltung von Viehmärkten in Schwarzburg. Sie werden aber alle abgelehnt.

1836

Aufhebung des Mahlzwangs für die Schwarzburger Mühle und Bau einer Windmühle in Dittrichshütte.

1836

In Schwarzburg-Rudolstadt werden Hunde-, Nachtigallen- und Kartenstempelsteuer zur Vermehrung des Waisenhausfonds erhoben.

1837

Der Stadt Königsee wird eine Genehmigung zur Abhaltung von Vieh- und Krammärkten erteilt.

1837

Die Gemeinde Sitzendorf ersucht den Forst um Moos- und Waldstreuabgaben.

1837

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 350 Personen.

1837

Abgabe von Kohlehölzern aus dem Sitzendorfer Forst an das Eisenhammerwerk in Bockschmiede.

1837

Der Gastwirt Böttner erwirbt ein Grundstück am Blechhammer im Sitzendorfer Forst.

1837

Am 01. Juni findet die letzte Hinrichtung in Königsee statt. Friedrich Christoph Theodor Brödel wurde wegen Brandstiftung auf dem Galgenberg mit dem Schwert enthauptet. Er hatte von 1834 - 1835 in Königsee 7 Brände gelegt.

1837

Im Schwarzatal wird das Schweizerhaus als Unterkunft für den fürstlichen Thiergärtner Oppel errichtet

1838

Errichtung einer Kaltwasserbadeanstalt in Bad Blankenburg.

1838

Der Sitzendorfer Gesangverein “Eintracht“ wird gegründet.

1839

Anlegung eines Holzabfuhrwegs im Sitzendorfer Forst.

1839

Die Waldgemeinden in der Oberherrschaft ersuchen um Genehmigung zum Abfahren von Leseholz auf Wagen und um Herabsetzung der Holzpreise.

1839

Abschaffung der Strohdächer im Landratsamtsbezirk Königsee wegen der vielen Brände.

1839

Erneute Erweiterung des Tiergartens im Schwarzatal bei Schwarzburg.

1839

Errichtung eines Wässerungswehres im Lichtaer Tal im Unterweißbacher Forst bei Leibis.

1839

Der Landtag beantragt ein Strafgesetzes gegen die Tierquälerei.

1839

Aufruf zur Gründung von Vereinen für die Verhütung von Tierquälerei.

1839

Postexpedition zwischen Rudolstadt und Neuhaus, 1. Juli

1839

Der Stadtmüller Ferdinand Weise in Blankenburg betreibt die Flößerei im Schwarzatal auf der Schwarza.

1839

Verbot des Schlafens für Fuhrleute auf Wagen sowie das Aufsitzen auf Deichseln. Verbot des Schleifens von Pflügen und Eggen auf Landstraßen.

1839

Einführung des 14-Talerfußes in der Unterherrschaft Schwarzburg-Rudolstadt und deren Umrechnung in Silbergroschen und Pfennige.

1839

Klage der Ober- und Untermühlenbesitzer in Königsee gegen Garsitzer Einwohner wegen Anerkennung der Mahlzwangsgerechtigkeit und unbefugten Mehlhandels.

1839

Gründung des Vereins zur Verhütung der Tierquälerei und Tiermisshandlung.

1840

Errichtung eines Sau- bzw. Wildgartens in der Werre im Dittersdorfer Forst.

1840

Der in der Fasanerie wohnende fürstliche Jagdbedienstete und Aufseher des angrenzenden Thiergartens David Zeidler erhält das Schankrecht.

1840

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 373 Personen.

1840

Einsprüche der Mühlenbesitzer gegen die geplante Anlage einer Schneidemühle an der Rinne bei Oberköditz durch den Rittergutsbesitzer J.M. Mohr in Aschau.

1840

Maßnahmen gegen das überhandnehmen der Kartenspiele mit hohen Einsätzen sowie gegen übermäßigen Lottospiels, besonders in den Waldortschaften

1840

Konzession für Rittergutspächter Christian Friedrich Schellhorn in Aschau zum Betrieb eines Gasthofs und einer Bierbrauerei in Oberköditz.

1840

Gesuch der Gemeinde Sitzendorf um Benutzung der neuen Wiese unterhalb der Sitzendorfer Schneidemühle für ihre Viehherde.

1841

Errichtung einer Zündholzfabrikation in Wittgendorf.

1841

Errichtung eines Wildzauns auf einem zur Gemeinde Sitzendorf gehörenden Grundstück am Sommerberg.

1841

Erneuerung der Landesgrenzsteine in Unterweißbach.

1842

Die Gemeinde Gemeinde Sitzendorf ersucht um Benutzung der neuen Wiese unterhalb der Sitzendorfer Schneidemühle für ihre Viehherde.

1842

Die Errichtung von Ortsarmenkassen im Schwarzburg-Rudolstädtischem.

1842

Der Förster Friedrich Obstfelder aus Sitzendorf verkauft ein Grundstück an der an der Mankenbacher Schneidemühle.

1842

Konzession zur Ausübung des Metzgerhandwerks für den Fleischer Gottlob Schulze in Katzhütte.

1842

Erhaltung und Erneuerung der Stege und Brücken in den Forsten Sitzendorf, Dittersdorf und Katzhütte.

1843

Gesuch der Gebrüder S. Wilhelm und R. Reinhold Jahn in Meura um ein Apotheker-Privilegium und zur Herstellung von Heilpflaster.

1843

Kostenvergütung wegen der Einquartierung und des Durchmarschs Meiningischer und Preußischer Truppen in Königsee.

1843

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 399 Personen.

1843

Genehmigung zur jährlichen Abhaltung von zwei Viehmärkten sowie eines Weihnachtsmarktes in Oberweißbach

1843

Aufnahme der Tiergärtnerwohnung Schweizerhaus) im Schwarzatal in den Gemeindeverband Cordobang. Gleichzeitig erhält der Tiergärtner Leopold Oppel einen Heimatschein für den Aufenthalt im Schwarzatal.

1844

Ein Waldbrand am Quittelsberg im Sitzendorfer Forst richtet große Schäden an.

1844

Das Jagdhaus Eberstein wird im Stil einer Burgruine über dem Schwarzatal erbaut

1844

Überhandnehmen des Bettelwesens auf dem Walde, vor allem in den Ämtern Paulinzella und Stadtilm

1845

Konzession zur Schwarzbrotbäckerei für den Flaschnermeister Heinrich Baumann in Katzhütte

1845

Gesuch des Dr. Worm und der Brüder Schönau aus Oberweißbach um Genehmigung zum Bau eines Bewässerungswehrs im Lichtafluss für ihre Wiesen

1845

Abgabe der Grieswiese an der Sitzendorfer Schneidemühle des verstorbenen Rats Obstfelder an den Tiergarten in Schwarzburg.

1845

Die Firma Schönau wird als Schnaps und Tabakhandel gegründet

1846

Forderung nach Maßnahmen zur Vertilgung schädlicher Thiere.

1846

Wieder große Schäden durch Raupenfraß im Sitzendorfer Forst.

1846

Wiederfloßbarmachung der Schwarza, der Katze und anderer Floßbäche.

1846

Zwei Schulkinder aus Unterweißbach verursachen einen Waldbrand am Quittelsberg.

1846

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 391 Personen.

1846

Neue Verordnung: Wer seine Sensen ohne Schutz trägt wird bestraft.

1846

Untersuchungen wegen verbotenen Handels mit Medizinwaren durch den Handelsmann Johann Christoph Liebmann aus Lichta bei Königsee im Königreich Sachsen.

1846

Konzession zum Betrieb einer Steindruckerei sowie Anlage und Betrieb einer Kartenfabrik für den Lithographen Gustav Adolf Henkel in Meuselbach.

1846

Beschwerde des Hofbuchdruckereibesitzers Fröbel in Rudolstadt gegen die beabsichtigte Errichtung einer Handbuchdruckerei durch Henkel in Meuselbach.

1846

Betrieb einer Papiermachefabrik durch Heunemann und Henkel in Oberweißbach.

1846

Mißernten durch schwere Unwetter und Regenfälle.

1846

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Heinrich Voigt. Er bleibt bis 1851 im Amt.

1847

Gesuch der Gemeinde Sitzendorf wegen Anlage einer Porzellanfabrik durch den Fabrikbesitzer Liebmann aus Lichte bei Wallendorf

1847

Die Straße an der Mankenbachsmühle wird verbreitert.

1847

Die Leseholzfuhren im Steueramtsbezirk Königsee werden von der Zahlung des Chausseegeldes befreit.

1847

Erlaubnis zur Lagerung von Brennholz der Fabrikbesitzer Liebmann und Oertel in Sitzendorf.

1847

Anlage einer Marmor-Schneide- und Schleifmühle am Zusammenflusse des Rohrbachs mit der Sorbitz bei Döschnitz.

1847

Mißernten durch lange anhaltende Trockenheit.

1847

Die Geschwister Jacob und Elisabeth Barbara Zerrenner aus Sitzendorf ersuchen um Stundung der rückständiger Kaufgelder für ein Feld vom Vorwerk Sonnewalde.

1747

Der Schwarzburger Eisenhammer wird nach 427 Jahren stillgelegt.

1848

Beschwerden von Sitzendorfer Bürgern gegen die Feuerholzabgaben aus dem Forst Sitzendorf an die Gemeinde Oberhain.

1848

Mutung auf Schiefer am Quittelsberg des Sitzendorfer Forstes durch den Schieferdeckermeister Himmelreich aus Cordobang.

1848

Gesuch des Einwohners Heinrich Voigt und Konsorten aus Sitzendorf um Entschädigung für Schäden an seiner Wiese durch die Flößerei.

1848

Frondienstweigerung der Sitzendorfer Handfröner gegenüber dem Tiergarten Schwarzburg.

1848

Reißigabgabe am Quittelsberg des Sitzendorfer Forstes an die Gemeinden Unterschöbling und Lichta bei Königsee.

1848

Regelung der Wegegelderhebung zwischen den Gemeinden Sitzendorf und Bockschmiede.

1848

Abgabe von Baumstämmen aus dem Sitzendorfer Forst an die Gemeinde Sitzendorf zum Bau einer Brücke über die Sorbitz.

1848

Exzesse von Holzflößern in Schwarzburg, Sitzendorf und Blechhammer. Tumulte in Oberweißbach am 9. April

1848

Anzeige wegen unbefugten Fischen durch Einwohner Blankenburgs in der Schwarza im Schwarzatal.

1848

Anzeigen gegen August Keller aus Schwarzburg und Gottfried Wachsmuth aus Oberweißbach wegen unbefugten Fischens.

1848

Das 2500 Hektar große Wildgatter am Wurzelberg wird leergeschossen.Die Umzäunung wird zur Erweiterung des Wildgatters im Schwarzatal verwendet.

1848

Fahnenweihe der Bürgerwehr in Oberweißbach am 27. August

1848

Unter dem Rotwild haben in dem Revolutionsjahr die Bauern, erbittert durch die Furschäden und Jagdfrohnen, rücksichtslos afgeräumt.

1848

Konzession zum Schlachten und Fleischverpfünden für den Metzgergesellen Heinrich David Gröschner in Meura.

1848

Erneute Forderung für Maßnahmen zur Vertilgung von Kreuzottern.

1848

Verbot des Haarabschneidens für zu Zwangsarbeitshaus verurteilten weiblichen Personen.

1848

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 420 Personen.

1849

Nutzung der Tannenrinden durch die Holzmacher der Forsteien Sitzendorf, Unterweißbach und Dittersdorf.

1849

Gesuch der Gemeinde Mankenbach um unentgeldliche Abgabe von Gras am Ellmischer Berg im Sitzendorfer Forst an die Ortsarmen.

1849

Ablösung einer Triftgerechtigkeit der Gemeinde Sitzendorf in Waldgrundstücken der Einwohner Elflein und Oberländer zu Bockschmiede

1849

Konzession für Liebmann und Oertel in Sitzendorf zur Anlage einer Porzellanfabrik und Massenmühlen in Sitzendorf

1849

Das Hammerwerk Schwarzburg wird geschlossen.

1849

Die Gemeinde Mankenbach erhält die Jagdgerechtigkeit in der herrschaftlichen Waldung des Sitzendorfer Forstes.

1849

Beim Aussetzen von Floßscheiten an der Schwarza werden Schulkinder im Taglohn eingesetzt.

1849

Die Porzellanmanufaktur Liebmann wird im sogenannten (Wiesengarten zu Sitzendorf) gegründet. Wilhelm Liebmann, aus Lichte gebürtig, ist Einwohner und Gastwirt zu Sitzendorf.

1850

Errichtung und Leitung eines Kiefernnadeldampfbad in Blankenburg durch Dr. med. Fritsche

1850

Maßnahmen gegen das Umherziehen der Zigeuner und Vagabunden sowie der sorbischen Bärenführer in Schwarzburg-Rudolstadt

1850

Anlage und Betrieb einer Streichgarn-Spinnerei zwischen Königsee und Oberköditz von Tuchmachermeister August Käseberg

1850

Förderung des Gewerbes in den Waldortschaften gegen die Notstände 'auf dem Walde' insbesondere in Meuselbach

1850

Das Geschirr des Pfarrers Mohr aus Oberweißbach verunglückt im Schwarzatal. Pfarrer Mohr wurde Weihnachten 1860 Pfarrer zu Zeigerheim..

1850

Der Schultheiß von Sitzendorf ist Johann Heinrich Voigt. Er bleibt bis 1854 im Amt.

1851

Gesuch auf Anlage einer Windmühle in Oberweißbach

1851

Beschwerde von Einwohnern zu Leibis wegen Verpachtung ehemals herrschaftlichen Waldbodens an Grundbesitzer

1851

Ankauf von Saatkartoffeln und Verbot des Branntweinbrennens aus Kartoffeln infolge des Notstands

1851

Noch einmal verlassen über 200 Menschen Meuselbach in Richtung Amerika.

1851

Ankauf und Verteilung von Früchten, insbesondere Reis und Erbsen gegen den Notstand im Landratsamtsbezirk Königsee

1851

Höhenmessungen durch preußische Offiziere in der Unterherrschaft.

1851

Medizinspende durch Apotheker an arme Kranke auf dem Lande.

1851

Johann Nicol Böttner baut sich in Sitzendorf ein Landhaus.

1851

Erhebung eines Bierpfennigs seitens der Gemeinde Meura.

1851

Zwirnfabrik und Flachshandspinnerei in Quelitz der Besitzer Knüpfer und Himmelreich aus Meura.

1851

Protest mehrerer Meuselbacher Einwohner gegen einen neuen Orgelbau durch die Gemeinde.

1851

Extremes Hochwasser der Schwarza

1852

Unterstützung durch Spenden aus den Städten an hilfsbedürftiger Waldbewohner.

1852

Einsatz der Feuerwehr Sitzendorf bei Großbrand in Oberweißbach am 30. September

1852

Konzession zum Likör- und Branntweinausschank für Apotheker Lindner in Königsee.

1852

Erlaubnis zum Ausschank von Likör und Branntwein in der Meurerschen Apotheke in Königsee. Eine Rechnung für Heinrich Zerrenner, Wirt des "Semmelpeter".

1852

Notstand im Amtsbezirk Königsee.

1852

Das Landratsamt Rudolstadt stellt einen Antrag auf Abstellung der überhandnehmenden Bettelei der Waldbewohner.

1852

Untersuchung des widerrechtlichen und unsauberen Gastwirtsbetrieb des Schankwirts Breternitz in Rottenbach.

1852

Erneute starke Auswanderungswelle nach Nordamerika.

1852

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 429 Personen.

1852

Untersuchung gegen die Schützenkompanie in Oberweißbach wegen konzessionsloser Bewirtschaftung ihres Schießhauses.

1853

Abschaffung des von der Forstbehörde in Anspruch genommenen Schweinemastungsrechts in Privatholzungen.

1853

Konzession für die Porzellanmaler Beyer und Bock in Volkstedt zum Betrieb einer Porzellanmalerei und zum Handel mit Porzellan.

1853

Anzeige gegen mehrere Einwohner von Meura wegen Holzdiebstahls in Meiningischen Forsten Reichmannsdorf und Schmiedefeld.

1853

Ausbruch der Milzbrandseuche unter Schweinen, in den Ortschaften des Landratsamtsbezirks Königsee.

1853

Ablehnung eines Gesuchs mehrerer Einwohner von Deesbach um Erlaubnis zum Vogelstellen im Herbst während der Zugzeit. Trotz allem werden immer nochjährlich mehrere hundert Singvögel gefangen.

1853

Anzeige wegen übermäßigen Fangens von Singvögeln, insbesondere Lerchen “auf dem Wald“.

1853

Konzession für eine Leihbibliothek für den Bürgermeister Dr. med. Bohne in Königsee.

1853

Regulierung der Flur- und Jagdverhältnisse der Grundstücke des ehemaligen Kammerguts Sonnewalde und Dissau.

1854

Bau einer Mahlmühle im Schlagatal bei Meura. .

1854

Konzession zum Materialwarenhandel für den Fabrikbesitzer und Gastwirt Wilhelm Liebmann in Sitzendorf.

1854

Gesuch des Einwohners Johann Heinrich Enders in Lichta bei Königsee beim Landtag, wegen Zerschlagung seiner Güter.

1854

Störung der Landesgrenze zwischen Schwarzburg/Ruddolstadt und Sachsen/Meiningen wegen Bau einer Mahlmühle im Schlagatal bei Meura.

1854

Anlage eines Blutegelteichs in Watzdorf Blutegelzucht für Medizinische Zwecke.

1854

Prüfung der ärzte Dr. Clemens aus Blankenburg, Dr. Dinkler aus Königsee, Dr. Sorge aus Mellenbach sowie Dr. Sorge aus Katzhütte.

1854

Einbau zweiter und dritter Sägen in die Schneidemühlen an der Schwarza.

1854

Ablehnung eines Gesuchs von Einwohnern aus Meura um Anlage einer Porzellanfabrik.

1854

Ankauf der Pörze, ehemals ’Gasthof zum Wilden Mann’ durch den Stadtrat Rudolstadt.

1854

Vorschlag zur Waldwollfabrikation auf dem Walde als neue Erwerbsquelle.

1854

Der neue Schultheiß von Sitzendorf ist Christian Cleemann. Er bleibt bis 1869 im Amt.

1855

Verlegung der Schneidemühle bei Leibis in das Gebäude der früheren Zwirnfabrik in Quelitz.

1855

Errichtung einer Leihbibliothek durch den Buchbindermeister Julius Hunger in Königsee.

1855

Konzessionierung eines Kalk- und Gipsofens für den Ziegler Christian Christoph Brandt in Königsee trotz Beschwerden der Anwohner

1855

Gesuch der Schachtelmacher in Meura wegen Abgabe von Holz zur Schachtelfabrikation.

1855

Einführung des Korkschneidens als Erwerbszweig in Schwarzburg-Rudolstadt.

1855

Konzession zum Betrieb einer Massenmühle für den Laboranten und Fabrikbesitzer Friedrich Möller in Oberhain.

1855

Einführung der Korbflechterei in Waldortschaften.

1855

Gesuch des Ziegeleibesitzers Liebmann in Lichta bei Königsee um ein ausschließliches Privileg zur Herstellung von Tonröhren.

1855

Konzession zur Anlage einer Ziegel- und Kalkbrennerei durch Rittergutsbesitzer Hermann Otto in Bechstedt.

1855

Auftreten der Lungenseuche bei Rindern im Landratsamtsbezirk Königsee.

1855

Differenz zwischen der Gemeinde Döschnitz und den Besitzern der Bockschmiede wegen Ausübung der Jagd.

1855

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 442 Personen.

1855

Taxwidriger Bierverkauf des Gastwirts Müller (Möller) in Döschnitz.

1855

Ablehnung eines Gesuchs der Gemeinde Dörnfeld an der Heide um Mitbenutzung der Fischerei im Schwarzburg-Sondershäuser Grenzgewässer.

1855

Untersuchung im Gasthof ’Zum Chrysopras’ in Blankenburg wegen schlechter Wirtschaftsführung, Ausschank ungenießbaren Biers und Überteuerung.

1855

Verpachtung des Liebmannschen Gasthofs in Sitzendorf an Ernst Klee.

1856

Beschwerde mehrerer Einwohner von Cursdorf gegen Friedrich Michael Langbein wegen Errichtung einer Zündholzfabrik in der Nachbarschaft von Wohnhäusern.

1856

Einbau einer zweiten Säge in die Schneidemühle bei Sitzendorf.

1856

Konzessionen für Tischlermeister August Steinbruch und Bäckermeister Spieß in Schwarzburg zum Verkauf der aus Holz und Stein selbst gefertigten landwirtschaftlichen Darstellungen.

1856

Anlage einer Stammholzschneidemühle beim Blechhammer.

1857

Die Errichtung einer Hohlglasfabrik in Meura wird abgelehnt.

1857

Das brennen von “Gustelöl“ im Landratsamtsbezirk Königsee wird gefördert. In Unterweißbach gibt es bereits eine Anlage zur Gewinnung des Tannenzapfenöl.

1857

Verbot frei herumlaufender Hunde im herrschaftlichen Tier- und Saugarten Schwarzburg und in den Jagdrevieren.

1857

Untersuchung gegen die Hagerhammergutsbesitzer in Glasbach wegen eigenmächtiger Anlage eines Wiesenwässerungswehres.

1857

Ablehnung eines Gesuchs von Wilhelm Fiedler und Friedrich Krauße um Konzession zur Errichtung einer Hohlglasfabrik in Meura.

1857

Ein Großbrand in Oberweißbach vernichtet viele Häuser rund um den Markt am 24. Mai

1857

Abhalten des so genannten ’Wetzsteinmarktes’ in Dittrichshütte an Sonntagen.

1857

Ein Großbrand vernichtet die Porzellanmanufaktur. Die Produktion wird provisorisch fortgesetzt. Der Aufbau beginnt unmittelbar nach dem Brand.

1858

Eine Massenmühle zur Herstellung von Porzellanmasse wird nahe der Sorbitzmündung erbaut.

1858

Das Spritzenhaus der Sitzendorfer Feuerwehr steht mitten auf dem alten Schulhof, nahe der Oertelschen Porzellanfabrik .

1858

Baubeginn einer 2. Massenmühle nahe zu Bockschmiede am 09. Oktober

1858

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 433 Personen.

1858

Gesuch der Gemeinde Meura wegen Urbarmachung von Waldgrundstücken und Abgabe von Holz aus herrschaftlichen Waldungen zum Schachtelmachen.

1858

Beschwerde der Schmiedeinnung in Meuselbach gegen den Einwohner Christian Obstfelder in Obstfelderschmiede wegen Pfuscherei.

1858

Der Herr Cantor Müller bittet die Gemeinde um Zuteilung von Feuerholz, da der Frost gar zu streng ist.

1858

Errichtung einer Farbenmühle mit Steinschleiferei in Schwarzburg durch die Gebrüder Schönau aus Oberweißbach und Florenz Müller aus Döschnitz.

1858

Erlaubnis zur Anlage und Betrieb einer Steindruckerei in Königsee für den Lithographen Richard Hauke in Döschnitz.

1859

Johann August Wilhelm Geist wird im April als Lehrer an der Schule zu Sitzendorf angestellt.

1859

Das private Postunternehmen Thurn & Taxis richtet in Schwarzburg und Neuhaus Posthaltereien ein.

1860

Tägliche Postverbindung nach Rudolstadt.

1860

Sitzendorf zählte 64 Häuser und 77 Familien mit 442 Einwohnern.

1860

Der Schultheiß zu Sitzendorf ist Andreas Christian Cleemann. Gemeinderats ist Ferdinand Zerrenner.

1860

Maßregeln zur Vernichtung der Engerlinge und Maikäfer. Die Maikäfer sind nicht nur Hühnerfutter, auch als Maikäfersuppe ist er der hungrigen Waldbevölkerung sehr willkommen.

1860

Der Ortsteil Blechhammer hat 32 Einwohner, eine Schankwirtschaft mit Brauerei und eine Mühle.

1860

Milderung des Notstandes “auf dem Walde“ durch Kartoffellieferungen.

1860

Verkauf der Pörze in Rudolstadt an den Garkoch Heinecke.

1860

Beschwerde der Gemeinde Aschau, wegen der Umrodung von Waldboden durch den Rittergutsbesitzer Mohr.

1860

Beschwerden wegen Überhand nehmender Tanzveranstaltungen und Schnapskonsum, vor allem in den Gemeinden Braunsdorf, Dittrichshütte und Milbitz bei Rottenbach.

1861

Preußisches Gutachten über das Verbot zum Halten einheimischer Singvögel.

1861

Enteignung von Grundstücken zur Errichtung eines neuen Friedhofes in Blankenburg.

1861

Jagdpachtstreitigkeiten zwischen dem Rittergutsbesitzer und der Gemeinde Aschau.

1861

Errichtung einer Leihbibliothek durch den Buchbindermeister August Ortloff in Oberweißbach.

1861

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 436 Personen.

1861

Gesuch der Gemeinde Paulinzella um Anlegung eines zweiten Gasthofs und Bestätigung des Ortsstatuts zur Erhebung eines Bierpfennigs.

1861

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 436 Personen.

1861

Es werden erhebliche Mängel am Schulhaus in Sitzendorf festgestellt. Gemldet wurde am 19. Juli und am 26. August. Die festgestellten Mängel sollten schnellstens beseitigt werden.

1861

Gründung des Sitzendorfer Turnverein. Vorstand: Gerd Weithase, Wilhelm Hermann, Zeugwart: Heinrich Ehrhard. Der Verein hat 17 Mitglieder.

1861

Errichtung einer Porzellanfabrik in Katzhütte im Eisenhüttenteilwerk “Unterer Hammer“ mit Zubehör durch Kaufmann Christoph Hertwig aus Großbreitenbach.

1861

Eine tägliche Personenpost von Bad Blankenburg nach Oberweißbach mit Anschluß nach Neuhaus und Sonneberg wird am 1. Mai eingerichtet. Posthalter ist Gastwirt Gumpert aus Bad Blankenburg.

1862

Anbau an die Niederlagengebäude der Porzellanfabrik Oertel. .

1862

Die steinerne Blechhammerbrücke wird fertiggestellt.

1862

Die älteste erhaltene Ansicht der Gaststätte ’Zur Linde’.

1862

Abänderung der Flurgrenzen von Sitzendorf und Unterweißbach.

1863

Anregung zur Bepflanzung der Separationswege mit Obstbäumen.

1863

Errichtung einer Massenmühle am Galgenberge beim Paulinzellaer Fußweg durch den Maurermeister Nordhaus in Königsee.

1863

Anlage einer Massenmühle in der Schnepfenmühle bei Leibis.

1864

Der Tüncher Eduard Nordhaus aus Königsee erhält die Erlaubnis zur Anlage eines Porzellan-Schmelzofens.

1864

Genehmigung der Statuten der Burschengesellschaft Schwarza.

1864

Auch in Mellenbach erhält der Klempnermeister Ferdinand Schwarz die Erlaubnis zur Kustelbrennerei.

1864

Anbau an die Porzellanfabrik Oertel: Porzellanlager, Drehersalon, Mahlersalon, Brennhaus und Glasurstube im Januar

1865

Errichtung von neuen Porzellanschmelzöfen in Porzellanfabrik Oertel und Bau eines Gewächshauses.

1865

Stillegung des Leibiser Eisenhammer nach genau 400 Jahren.

1865

Königsee erhält eine neue Brauordnung.

1865

Umwandlung des Neuhammers zwischen Goldisthal und Leibis in eine Massenmühle.

1865

Umwandlung des Hammerwerks von Karl Jahn in Leibis in eine Mahlmühle.

1865

Errichtung einer Bezirksfeuerwehr für den Landratsamtsbezirk Königsee.

1865

Mit der Auflösung des herrschaftlichen Eisenwerkes in Katzhütte, endete auch die “Fürstliche Eisenhütteninspektion“.

1865

Beginn des Schieferabbaus im Unterweißbacher Schieferbruch.

1865

Anbau eines Geschäftshauses an die Porzellanfabrik Oertel.

1866

Errichtung einer Apotheke in Rohrbach.

1866

Herr Bernhard Müller, baut eine neue Scheune, nach dem die Alte baufällig wurde.

1866

Herstellung einer Fahrpost durch das Schwarzatal zwischen Schwarzburg und Eisfeld über Katzhütte.

1866

In Katzhütte wird eine Posthalterei eingerichtet.

1866

Baubeginn des Friedhof Sitzendorf

1867

Krätzeerkrankungen in Blankenburg und Herschdorf bei Königsee

1866

Einbau einer Gipsmühle in die Schnepfenmühle in Leibis

1867

Louis Bergmann, Neubau eines Luftofen mit Camin, in der Blechhammer Mühle.

1868

Mutwillige Beschädigung der von Physikus Dr. Schwartz in Königsee angebrachten Warnungszeichen an den Wohnungen Blatternerkrankter.

1868

Dem Heinrich Zerrenner in Sitzendorf wird hierdurch, in Gewißheit des § 33 der Landes Gewerbeordnung die Erlaubnis erteilt, in seinem in Sitzendorf gelegenem Wohnhaus Nº 17 eine Gastwirtschaft zu betreiben. 4. October.

1869

Herr Wilhelm Voigt aus Unterhain baut sich Wohnhaus nach Sitzendorf. .

1869

Neubau eines Holzfachhaus mit Schieferdach und Neubau eines Gehäuse zur Bleiweißfabrik Worm & Schönau.

1869

Gesuch mehrerer Waldgemeinden wegen des Baues einer Chaussee von Sitzendorf über Döschnitz nach Arnsgereuth

1870

Die Bannerweihe des Turnverein Sitzendorf

1870

Markierung der Fahr- und Poststraßen nach der Maß- und Gewichtsordnung des Norddeutschen Bundes vom 17. August 1868

1870

Verzeichnisse der Straßen in Schwarzburg-Rudolstadt mit Längenangaben in Metern.

1870

Antrag mehrerer Bewohner von Ortschaften des Schwarzatales wegen der Fahrpost-Verbindung zwischen Schwarzburg und Eisfeld

1870

Die feierliche Weihe des Friedhof Sitzendorf findet am 31. Juli statt.

1870

Es wird ein Krankenkassen-Statut für Sitzendorfer Porzellanarbeiter und ein Statut der Kranken- und Unterstützungskasse für das Malerpersonal der Porzellanfabrik erarbeitet.

1871

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 464 Personen.

1871

Dem Schultheißen Christian Cleemann in Sitzendorf wird in Gewißheit des § 33 Landes Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869 die Erlaubniß zum Betrieb des Kleinhandels mit Branntwein in seinem in Sitzendorf gelegenem Wohnhauses Nº 20 hierdurch ertheilt. 31. Juli.

1871

Eingabe mehrerer Waldortschaften wegen des Baues einer Chaussee von Sitzendorf über Bockschmiede und Döschnitz nach Arnsgereuth

1871

Dem Wilhelm Voigt in Sitzendorf, wird in Gewißheit des § 33 der Landes Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869 hierdurch die Erlaubniß zum Betriebe eines Bier und Branntweinschankes in seinem in Sitzendorf gelegenem Wohnhause Nº 3 ertheilt. 30. Januar.

1872

Der verwitweten Frau Lina Schönau in Sitzendorf, wird in Gewißheit des § 33 der Landesgewerbeordnung vom 21. Juni 1869 die Erlaubniß zum Betriebe eines Branntwein Ausschankes in ihrem in Sitzendorf gelegenem Wohnhause Nº 37 hiermit ertheilt. 17. März. .

1872

Die Porzellanfabrik Oertel erhält einen Thurm und ein Giebelhaus mit Holzfachwerk und Backsteinen. Das Giebeldach ist mit Schiefer, der Turm mit Zink bekleidet.

1872

Das alte Forsthaus links der Schwarza, am Eingang zum oberen Schwarzathal, wird vom ehemaligen Ratswirt Bohne zum “Hotel Norddeutscher Hof“ ausgebaut.

1872

Enteignung von Grundstücken zur Erweiterung des Friedhofs in Königsee

1872

Eine rasante Vermehrung von Feldmäusen auf Grund des vorangegangenem milden Winters. Obgleich die Verluste riesig sind, reichen sie doch nicht an die Mäuseplage von 1822 heran.

1973

Prüfung und Einstellung des Forstgehilfen Christian Obstfelder aus Sitzendorf zum Feldmesser

1873

Petition des Gründungs-Komitees der Schwarza-Eisenbahn wegen Bau der Eisenbahn und der Gewährung von staatlichen Subventionen

1873

Der Lehrer Johann August Wilhelm Christ wird am 28. Mai Cantor an der Schule Sitzendorf.

1873

Anbau kleinerer Gebäude an die Bleiweißfabrik. Der Comerzienrath Karl Schönau baut ein Wohnhaus. (Villa)

1873

Zwangsfeuerversicherungen der Häuser und Gebäude gegen Brandschäden.

1873

Anlegung einer neuen Schneidemühle bei Leibis durch Amandus Mohr aus Oberhain

1873

Der Turnerplatz wird erbaut. Fertiggestellt am 02. April

1874

Das alte Wohnhaus von Ernst Gröschner wird durch einen Neubau mit Keller ersetzt. (Zeichnung vorh.)

1874

Anbau von 3 Muffelöfen an das Gebäude der Porzellanfabrik Oertel.

1874

Gründung des “Consumverein Sitzendorf“ am 15. April. Geschäftsführer: Johann August Wilhelm Geist, Stellvertr: Hermann Möller, Beisitzer: Emil Gröschner, Kassierer: Leonhard Rosenbusch.

1874

Anbau eines Oekonomiegebäude der Bleiweißfabrik Worm & Schönau. (Pavillon im Villengarten).

1874

Die Eröffnung der Saalbahn Erfurt - Saalfeld, die das Fürstentum quer durchschneidet, war von immenser Bedeutung für Handel und Verkehr.

1874

Umbildung des Forstdistrikts ’Quittelsberg im Sitzendorfer Forst zum Waldbezirk II

Bildung des Waldbezirks III aus den Forstdistrikten Schlottenleite und Ellmischberg im Sitzendorfer Forst

1874

Die Posthalterei geht von Posthalter Gumpert auf Posthalter Meisegeier über. Die Postkutsche von Blankenburg nach Neuhaus verkehrt dreimal täglich hin und zurück.

1874

Petition mehrerer Lehrer von Waldortschaften wegen Verbesserung ihrer Besoldung

1875

Erweiterung des alten Postamtes in Schwarzburg und Bau eines neuen Posthauses

1875

Günther Lämmerzahl, Neubau eines Wohnhaus an der Ecke Dorfstrasse/Weg zur Bleiweißfabrik, (die spätere Pension Höhenblick).

1875

Die “Villa Bergmann“ wird am Ortsrand von Sitzendorf erbaut.

1875

Gesuch des Apothekers Oskar Günderoth aus Barigau zur Errichtung einer Apotheke in Mellenbach.

1875

Anschaffung einer Uhr und Glocke für das Schulhaus der Gemeinde Rohrbach aus dem Aachen-Münchener Dividendenfonds.

1875

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 507 Personen

1875

Friedrich Möller wird der neue Schultheiß von Sitzendorf.

1876

Die "Tanndorfer Schänke" auf dem Käsemarkt wird aufgegeben

1876

Heinrich Zerrenner übernimmt das Amt des Schulzen zu Sitzendorf

1876

Verbot zur öffentlichen Schlangenfütterungen mit lebenden Tieren

1876

Worm & Schönau, Neubau einer Massenmühle und Dampfkessel (Bleiweiß & Farbenfabrik).

1876

Reichsamtliche Mitteilung über die Einschleppung des Coloradokäfer

1876

Benennung des Gasthofs in Oberköditz ’Zum Kaiser Günther’.

1876

Ermittlung aller geistesschwachen Kinder im Landratsamtsbezirk Königsee

1876

Ministerial-Dekret über die Aufhebung der Scheitholz-Flößerei auf der Schwarza

1876

Maßnahmen zur Bekämpfung des Fischotter. Es weden hohe Fangprämien gezahlt. Das führte zur totalen Ausrottung dieses schönen Tieres im Schwarzatal.

1878

Wilhem Sorge aus Erfurt bekommt die Genehmigung zum Aufbau eines Backhauses um eine Bäckerei zu betreiben.

1878

Einladung zum Sternschießen mit Flinten am 28. Juli.

1878

Im August werden 14 Mark und 26 Pfennige Walpurgis- und Michaelisgelder an die Schulstelle Sitzendorf gezahlt.

1878

Einbürgerung der Regenbogenforelle in der Schwarza. Sie entwickelt sich zur starken Konkurrenz der heimischen Bachforelle.

1878

Anbau einer Arbeitsstube an die Schneidemühle Julius Bergmann.

1878

Bau eines Schlotes am Schulhaus mit Betsaal und Bau eines Schlotes am Gemeinde Hirtenhaus durch die Gemeinde Sitzendorf.

1878

Einbau einer Braupfanne mit Schlot durch den Gastwirt zur Linde Alfred Mohr. Das Brauhaus war aus Lehmfachwerk mit einem Ziegeldach.

1878

Der Schieferbruch am Quittelsberg läuft mit 30 Beschäftigten. Der Schiefer wird erstmals im Schwarzatalgebiet unterirdisch abgebaut. Es handelt sich hierbei um den graugrünen Schwarzatalschiefer, der im Ordovizium abgelagert wurde.

1878

Untersuchungen über das Fischsterben in der Schwarza und der Rinne.

1878

Die Porzellanfabrik Sitzendorf hatte 128 Arbeitskräfte, dabei etliche Kinder und Jugendliche.

1879

Bekämpfung der Typhusepidemie in Goldisthal

1879

Der Ortsvorstand von Katzhütte berichtet über die wirtschaftliche Notlage der armen Waldbevölkerung

1879

Die Not auf dem Wald ist unbeschreiblich. Deshalb werden Saatkartoffeln für die notleidenden Waldbewohner angekauft.

1879

Einführung Gesetzlicher Maßnahmen gegen den Besuch von Wirtshäusern, Tanzlokalen und Spinnstuben durch Jugendliche

1879

Die Bleiweiß- Farben und Essigfabrik hatte 27 Arbeiter

1879

Ein Starker Frost vernichtete fast Sämtliche Obstbäume in Winter 1879/80

1879

Gründung des Thüringerwald-Verein Blechhammer/Sitzendorf

1880

Verkauf einer Wiese bei Schwarzburg an Hans Georg Zerrenner aus Sitzendorf.

1880

“Die Kaiser-Wilhelm-Eiche“ wird am 22. Juni geweiht.

1880

Erste Sommerfrische in der Brauerei von Oskar Böttner. Es gab einen Rosengarten und im “Gasthaus Blechhammer“ befand sich sogar ein dampfbeheiztes Freibad! Die Gäste kamen mit der Postkutsche Poststraße von Bad Blankenburg nach Neuhaus.

1880

Die Nagelschmiede aus Rudolstadt fordern die Wiedereröffnung des Eisenhammerwerks in Schwarzburg.

1881

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 561 Personen.

1881

Allersdorf wird durch einen schweren Brand fast vollständig vernichtet.

1881

Gesuch um die Errichtung einer Apotheke in Sitzendorf.

1882

Neubau eines Oeconomiegebäude durch den Revierförster Heinrich Liebmann an der Chaussee nach Schwarzburg. (Heute Haus Heunemann/Frey)

1882

Einrichtung einer Wetterdienststelle für Schwarzburg-Rudolstadt in Ilmenau.

1882

Das letzte Haus der heutigen Wüstung Schönheide -das Gasthaus- brannte bis auf die Grundmauern nieder.

1882

Bau der Unterweißbacher Porzellanfabrik.

1882

Eröffnung einer Bezirkssparkasse in Sitzendorf.

1883

Neubau eines Brauhauses, von der Ortslage Sitzendorfs gänzlich isoliert und nach dem Berghange des rechten Schwarzaufers von dem dort befindlichen, dem Herrn Mohr, Gastwirt der Linde, gehörigen Felsenkeller. (Keller Schenke). Es war aus Holzfachwerk mit Backsteinen ausgemauert unter einem Schieferdach gebaut. .

1883

Bei einem Großfeuer am 10. August in Königsee werden 63 Häuser vernichtet.

1883

Maßnahmen gegen Rauch- und Rußbelästigung durch einzelne Fabriken in Rudolstadt

1883

Die Apotheker Falkenberg und Fr. Quander aus Königsee erhalten die Konzession zur Errichtung einer Filial-Apotheke in Schwarzburg

1883

Neuorganisation der Spritzenfeuerwehr.

1884

Eine Stichbahn wird von Schwarza nach Blankenburg gebaut.

1884

Gemeinde Sitzendorf beschließt ein Projekt zur Verlegung, b.z.w Beseitigung des Dorfgrabens, (Abwassergraben) der durch den Ort floss.

1884

Die Mühlenbesitzern Schönau und Bergmann erhalten eine Abfindungssumme gegen die Übernahme der dauernden Unterhaltung des Sitzendorfer Wehres

1884

Carl und Alfred Voigt übernehmen die von Wilhelm Liebmann 1850 gegründete Porzellanfabrik und nennen sie Gebr. Voigt Porzellanmanufaktur

1884

Letzte Fahrt der “Waldpost“ (Postkutsche) von Saalfeld nach Sonneberg

1885

Gründung “Sitzendorfer Männer Gesangvereins“.

1885

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 581 Personen.

1885

Errichtung öffentlicher Schlachthäuser in Schwarzburg-Rudolstadt

1885

Anbau eines Eishauses an die Brauerei Friedrich Mohr, rechts der Schwarza.

1886

Beschwerde des Cantor Johann August Wilhelm Geist über die beengten Wohnverhältnisse. Vor allem das fehlende Schlafzimmer ist nicht länger hinzunehmen.

1886

Bau eines neuen Lagerhauses für die Porzellanmanufaktur.

1886

Außerordentlicher Landtag 1886 - Petition des Komitees für den Bau einer Schwarzatalbahn wegen Ausführung dieses Baues

1886

Entlassung der Reservisten der 9. Compagnie des 4. Thüringer Infantrieregiment Nr. 72, in Torgau

1887

Der Thüringer Wald Verein Blechhammer/Sitzendorf errichtet die Schutzhütte auf dem Annafels. Benannt nach der Gattin von Alfred Voigt, dem Besitzer der Porzellanmanufaktur.

1887

Die Volksschule Sitzendorf erhält am 25. März auf wiederholte Anfragen endlich eine 2. Lehrerstelle.

1887

Auf der Meuselbacher Kuppe wird ebenfalls vom Thüringer Wald Verein eine Schutzhütte gebaut.

1887

Festlegung einheitlicher Maßnahmen zum Schutz der Brieftauben in den thüringischen Staaten

1887

Nach mehreren Anträgen bekommt die Schule am 1. Juli das Einvertsändnis, daß abseits des Schulgebäude Abtritte angelegt werden dürfen. Auch Rearaturen am Schulgebäude müssen durchgeführt werden.

1887

Eine Typhusepidemie grassiert in Blankenburg und Volkstedt

1887

12. August. Dem Cantor Johann August Wilhelm Geist wird nach mehreren Eingaben ab sofort ein Schlafzimmer zur Verfügung gestellt.

1887

29. August. Die Verhältnisse auf dem Hof Schule werden durch die Bauarbeiten des Abtritt immer enger und unerfreulicher.

1887

5. September. Die Schulbaukosten, excl. Abtritt, belaufen sich auf 1025,84 Mark. Bauausführender ist der Zimmermeister Schönheit aus Obehain.

1887

Der Schwarzburgbund wird gegründet

1887

Errichtung einer Fortbildungsschule in Sitzendorf

1888

Die Witwe Schönau veranlasst den Bau von zwei massiven Schloten und einer Räucherkammer.

1888

Im Februar wird geplant, die hölzerne Säule im Schullokal aus Platzgründen durch einen eisernen Träger zu ersetzen.

1888

Am 6. März wird im Hinblick auf die Kosten in höhe von 2000 Mark, vom Ausbau der Säule Abstand genommen.

1888

Der Lehrer Hermann Henniger aus Cordobang übernimmt am 1. April die
2. Schulstelle und wird Mitglied des Kirchen & Schulvorstands in Sitzendorf.

1888

10. Mai. Die Bezüge für die 2. Lehrerstelle belaufen sich auf 696 Mark aus der Gemeindekasse und in Naturalien 30 Mark für 3 Meter Schnittholz und 24 Mark Dienstbezüge.

1888

Baubeginn des Fröbelturms bei Oberweißbach

1888

Einberufung des Lehrer Hermann Henniger zum 1. Oktober, mit Beginn der 3 wöchigen Herbsferien, zum 6 wöchigen Militärdienst.

1888

Nutzung des Dorfteich als Löschteich fü die Bleiweißfabrik

1888

Der Revierförster Hufnagel erhält das Schwarzburgische Ehrenkreuz IV. Klasse

1888

Zum 50-jährigen Jubiläum des Gesangsverein Eintracht wird eine Vereinsfahne geweiht.

1889

Dorfbilder - Gaststättenverbot für den Handarbeiter Emil Winter aus Sitzendorf. Interessante Auflistung der Gaststätten in Sitzendorf und Umgebung.

1889

August Bock wird der neue Schultheiß von Sitzendorf.

1889

Der Herr Schulaspirant Karl Neubauer aus Schwarzburg hat sich sofort nach Sitzendorf zu begeben, da der Lehrer Friedrich Raimund Baumann für 10 Wochen zum Militärdienst einberufen wurde. Der Herr Schulaspirant Neubauer erhält
10 Mark Vergütung.

1889

Die Sitzendorfer Kirmes im September. Es spielt die Blaskapelle Sitzendorf. Kapellmeister Lehrer Friedrich Baumann.

1889

Eine Dampfmaschine erzeugt Strom für die Porzellanfabrik (110 V)

1890

Einrichtung telefonischer Feuermeldestellen in Rudolstadt

1890

An der Schneidemühle Bergmann wird ein Wohnhaus erbaut.

1890

Bekämpfung des Nonnenfalters in Thüringen. Nonnenvertilgung mittels Beleuchtungskörpern.

1890

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 571 Personen.

1890

Dreitägige, äußerst ergiebige Regenfälle am 23. bis 25. November führten zu den größten Hochwassern der letzten 250 Jahre.

1890

Durch die starken Regenfälle wird auch Sitzendorf in Mitleidenschaft gezogen. Wassemassen ergossen sich durch das Blambachtal.

1890

13. Januar. Der Der Ofen in der Wohnstube des Lehrers Friedrich Raimund Baumann ist nicht mehr benutzbar, da er qualmt. Es bedurfte mehrerer Beschwerden um den Mißstand zu beheben. Baumann ist auch Kapellmeister der Sitzendorfer Blaskapelle.

1891

Gründung des Sitzendorfer Schützenverein. Vorstand: Leonhard Rosenbusch.

1891

Schadenersatz-Unterstützungen für die durch die Hochwasser vom November 1890 verursachten Schäden im Landratsamtsbezirk Königsee

1891

Die Porzellanmanufaktur baut zwei Niederlagengebäude zum Pochwerk an der Sorbitz.

1891

20. August. Lehrer Friedrich Baumann erhält endlich einen neuen Ofen und am Schulhaus werden mehrere Reparaturen ausgeführt.

1891

Massenhaftes Auftreten des so genannten Fichtennestwicklers in den Gemeindewaldungen von Allendorf, Dröbischau, Herschdorf bei Königsee, Barigau und im Lichtegrund

1891

Maskenball im “Gasthaus zum Semmelpeter“, am 12. Februar,

1892

Bäckermeister Theodor Malther baut ein Wohnhaus und eine Bäckererei. (Sp. Bäckererei Schachtzabel)

1892

Wiederherherstellung des abgebrannten Dachstuhles am Wohnhaus des Eduard Ölzner.

1892

Der Forstarbeiter Louis Winter & Genossen bauen ein neues Wohnhaus und einen Stall.

1892

Dem Lagerhalter des Konsumvereins in Sitzendorf, Carl Schwabe daselbst, wird hiermit auf Grund des § 33 der Gewerbsordnung die Erlaubniß zum Betriebe eines Branntweinschanks für den genannten Konsumverein in dem in Sitzendorf gelegenen Wohnhaus Nº 63 erteilt. 25. Mai.

1893

Das Pochwerk im Sorbitztal wird erbaut.

1893

Der Gesangverein “Eintracht“ reicht am 15. Juli neue Statuten ein. Der Vorsitzende ist Carl Fischer. 21 männliche Mitglieder haben unterschrieben.

1893

Schneidemühlenbesitzer Julius Bergmann lässt eine Turbine in die Schneidemüle einbauen.

1893

Große Notlage durch abnorme Wetterverhältnisse

1893

Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 571 Personen

1894

Enteignung von Grundstücken zur Herstellung eines Vizinalwegs durch das Schlagatal zwischen den Ortschaften Meura, Reichmannsdorf und Schmiedefeld

1894

Der Schneidemüller Ferdinand Schaa baut ein Wohnhaus, das spätere “Gasthaus zum Sorbitztal“.

1894

Schützenball im “Gasthaus zum Semmelpeter“, am 16. September. Es spielt die Blaskapelle Sitzendorf.

1894

Der Porzellanmaler Emil Jacobi baut einer Scheune neben der Porzellanfabrik. (sie stand noch bis in die 1980er Jahre)

1894

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 591 Personen

1894

Grundsteinlegung zum Bau einer massiven Schutzhütte am 9. Mai auf dem Schweinekopf oberhalb der Marienhöhe durch die Gemeinde Sitzendorf und dem ThwV Blechhammer. Die Bauausführung erfolgt durch Maurermeister Hilmar Abicht aus Unterweißbach.

1895

Die Apotheke in Oberweißbach explodiert. 3. September

1895

Der Männer Gesangverein Sitzendorf in Oberweißbach explodiert. 3. September

1895

Der vom “Th.W.V. Blechhammer/Sitzendorf“ oberhalb der Marienhöhe erbaute Bismarckturm wird am 11. August geweiht. Porzellanfabrikbesitzer Carl Voigt hielt vor fast 1000 Besuchern eine Festrede. Auch hunderte Personen in altthüringischer Tracht waren an den Feierlichkeiten beteiligt. Die Baukosten betrugen 2480 Mark.

1895

Aus Anlaß der Einweihung des Bismarckturm findet am 12. August im prächtig illuminierten “Gasthof zur Linde“ ein Festball statt.

1895

Auch damals schon gab es den Brauch, “Sommerfrischler“ auf die Rasselbockjagd zu schicken.

1895

Anbauversuche der Futterpflanze Lathyrus sylvestris Wagneri in Schwarzburg-Rudolstadt.

1895

Turnerball im “Gasthaus zum Semmelpeter“, am 11. September. Es spielt die Blaskapelle Sitzendorf.

1895

Die ersten Winterurlauber entdecken das Schwarzatal

1895

Die Einwohnerzahl von Sitzendorf beträgt 669 Personen

1895

Eine Typhusepidemie wütet in Unterwirbach

1895

Weiberball im “Gasthaus zum Semmelpeter“, am 13. Januar. Es spielt die Blaskapelle Sitzendorf.

1896

Wagnermeister Hermann Möller, Bau ein Wohnhauses und einer Schreinerwekstatt.

1896

Der Th.W.V. Blechhammer/Sitzendorf errichtet neben dem Bismarckturm eine Schutzhütte.

1896

Turnerball im “Gasthaus zum Semmelpeter“, am 11. September,

1896

Der Abort der Schule befindet sich in einem äußerst schlechten, unreinlichen Zustand und muß neu eingerichtet werden. Auch das defekte Dach ist zu reparieren. Am 27. Dezember

1896

Das Kaiserliche Postamt wird nach einem Brand wieder aufgebaut. Im ersten Stock die Gaststätte “Gambrinus“, Gastwirt ist Andreas Cleemann.

1897

Karl und Wilhelmine Himmelreich. Aufstockung des Wohnhaus und Bau eines Erkers. (Heute Haus Sudau) .

1897

Das “Hotel Norddeutscher Hof“ im Schwarzathal wird von Revierförster Röhm übernommen und wird in “Waidmannsheil“ umbenannt.

1897

Ein Meteorit fällt in Meuselbach am 19. Mai um 19:45 Uhr vom Himmel

1897

Projektierung einer Wasserkraftanlage im unteren Schwarzatal unter Beteiligung der “Zeiss-Werke Jena“. Dem folgt ein Protestschreiben des Stadtrats von Blankenburg.

1897

Die Gemeinde Sitzendorf erbaut ein neues Spritzenhaus. Der Standort ist nahe der Schwarza.

1897

Der Handelsmann Hugo Schönau baut an der Stelle des alten Ladens, einen neuen Verkaufsladen.

1897

Der Consumverein gibt Legitimationskarten aus. Unterschrieben vom Vorstand August Michel & Edmund Rosenbusch.

1897

Hammelkegeln mit Ball im “Gasthaus zum Semmelpeter“, am 03. Juli,

1897

Schulkinder der Volksschule Sitzendorf im September

1897

Turnerball im “Gasthaus zum Semmelpeter“, am 11. September,

1897

Älteste erhaltene Aufnahme des “Restauration zu Post“ in Sitzendorf. Der damalige Inhaber war der Gastwirt Otto Ludwig.

1897

Gastwirt Albert Höhlein teilt mit, daß der Neubau des “Gasthaus zum Semmelpeter“ am 1.12.97 fertiggestellt ist

1899

Am 14. Mai wird der Sitzendorfer Bürgerverein gegründet. Der Vorsitzende ist Carl Fischer. Die Versammlungen werden der Reihenfolge nach in den Schanklokalen der Herren Ludwig, Cleemann, Böttner und Höhlein jeden 2. Samstag im angefangenem Monat abgehalten.

1898

Der Gemeindediener Karl Breuer baut an der Schwarza ein Wohnhaus und einen Stall. Später das Haus Sell.

1898

Gründung des Sitzendorfer Burschenverein am 24. Juni. Im Vorstand sind Silvo Möller und Otto Schenke. Kassierer ist Erwin Lämmerzahl und Schriftführer wird Max Zentgraf.

1898

Edmund Müller, Bau eines Wohnhaus. (Haus Conradi).

1898

Herrevart Cleemann baut eine Schlosserwerkstatt.

1898

Julius Bergmann. Anbauten an die Schneidemühle. In Längsrichtung oberhalb und unterhalb der Schneidemühle.

1898

Der Werkführer Carl Fischer aus Sitzendorf erhält vom Kaiserlichen Patentamt am 17 Juli das Patent Nr. 109280 auf eine Vorrichtung zur Umsteuerung des Wasserzuflusses bei Acetylenentwicklern für Karbidbeleuchtung.

1898

Der erste Burschenball im “Gasthaus zum Semmelpeter“. Es spielt die Blaskapelle Sitzendorf. Der Burschenverein veranstaltet jedes Jahr einen Ball.

1898

Baubeginn der Bahnstrecke Rottenbach/Katzhütte

1899

Der Bahnhof Sitzendorf wird erbaut

1899

Gastwirt Albert Höhlein, Einbau einer Kesselfeuerung in der Küche des “Gasthaus zum Semmelpeter“.

1899

Das Logierhaus und Werkstatt des Werkführer Carl Fischer in Sitzendorf. Das letzte Haus links am Dorfausgang. Später das “Olympiahaus“.

1899

Die Exportbier Brauerei August Peter wird in Königsee gegründet.

1899

Der Seminarist Friedrich Raimund Baumann aus Allendorf wird am 6. August an Stelle des Praeceptors Henniger zum 2. Lehrer in Sitzendorf bestellt und verpflichtet. Cantor Johann August Wilhelm Geist & Friedrich Baumann sind die beiden Lehrer an der Volksschule Sitzendorf.

1899

Es kommt zu Grundstücksenteignung wegen zwecks Bau des Gaswerks Sitzendorf - Unterweißbach - Deesbach.

1899

Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Königsee. Der erste Personenzug fährt am 16. Dezember von Oberrottenbach nach Königsee. (6,88 Km)

1899

Karl Gunßer, Tagelöhner. Aufbau eines Stockwerks auf das Wohnhaus und Anbau eines Stalles.

1899